Begriff / AbkürzungBedeutung / Erklärung
  
  
Antioxidantien 
AutophagieZellulärer Reinigungsprozess, bei dem beschädigte Zellbestandteile abgebaut und recycelt werden. Wird durch Spermidin aktiviert.
BDNFBrain-Derived Neurotrophic Factor: Wachstumsfaktor, der die Bildung neuer Synapsen und neuronale Plastizität fördert.
BioverfügbarkeitMaß, wie gut ein Nährstoff vom Körper aufgenommen und verwertet wird.
Cognition / Cognitive FunctionGesamtheit der geistigen Funktionen wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Problemlösen.
Cohen’s dEffektstärkemaß in Studien; Werte über 0,8 gelten als großer Effekt.
CortisolStresshormon, das in Stresssituationen ausgeschüttet wird. Chronisch erhöhte Werte beeinträchtigen Gedächtnis und Konzentration.
DB-RDouble-Blind Randomized: Doppelblind randomisiert; Studienstandard, bei dem weder Forscher noch Teilnehmer wissen, wer Wirkstoff oder Placebo erhält.
DHA / EPADocosahexaensäure / Eicosapentaensäure: Langkettige Omega-3-Fettsäuren aus marinen Quellen, wichtig für Gehirnstruktur und Entzündungsregulation.
EFSAEuropean Food Safety Authority: EU-Behörde, die Gesundheits- und Nährwertangaben (Health Claims) reguliert.
FlavanolePflanzliche Polyphenole aus Kakao; verbessern Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns.
Flow-ZustandMentale Verfassung maximaler Konzentration und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Entspannung.
L-TheaninAminosäure aus grünem Tee; wirkt beruhigend und gleicht die stimulierende Wirkung von Koffein aus.
MCIMild Cognitive Impairment: Leichte kognitive Beeinträchtigung – Frühform von Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitsstörungen, oft Vorstufe von Demenz.
MCTMedium Chain Triglycerides: Mittelkettige Fettsäuren, die schnell in Energie umgewandelt werden und mentale Leistung fördern.
Meta-AnalyseStatistische Zusammenfassung mehrerer Studien, um die Gesamtevidenz eines Wirkstoffs zu bewerten.
NeurogeneseBildung neuer Nervenzellen im Gehirn, vor allem im Hippocampus.
NeuroplastizitätFähigkeit des Gehirns, neue neuronale Verbindungen zu bilden und sich funktionell anzupassen.
NGFNerve Growth Factor: Protein, das Wachstum, Erhalt und Regeneration von Nervenzellen steuert.
Oxidativer StressUngleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien; führt zu Zellalterung und neuronalen Schäden.
Phosphatidylserin (PS)Membranlipid, wichtig für Signalübertragung und neuronale Kommunikation.
Placebo-kontrolliertVergleich zwischen Wirkstoff- und Placebogruppe, um echte Effekte zu identifizieren.
PolyphenolePflanzliche Schutzstoffe (z. B. in Kakao oder Blaubeeren) mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung.
RCTRandomized Controlled Trial: Randomisierte, kontrollierte Studie – Goldstandard für Wirksamkeitsnachweise.
SpermidinNatürliches Polyamin aus Weizenkeimen; aktiviert Autophagie, schützt Zellen und wirkt neuroprotektiv.
SynapsenKontaktstellen zwischen Nervenzellen, an denen Informationen über Neurotransmitter weitergegeben werden.
Theanin-Koffein-SynergieKombination in grünem Tee (Matcha), die gleichzeitig Wachheit und Ruhe fördert – messbar durch erhöhte Alpha-Wellen im EEG.
Verbal Memory / Verbales GedächtnisFähigkeit, sich an gesprochene Informationen zu erinnern; häufiges Testkriterium in Neurostudien.
WHOWorld Health Organization: Weltgesundheitsorganisation, legt Richtlinien für Nährstoffzufuhr und Prävention fest.

Glossar – Fachbegriffe & Abkürzungen rund um Gehirn- und Nährstoff-Forschung

Begriff / Abkürzung Bedeutung / Erklärung
ADAS-cog
Alzheimer’s Disease Assessment Scale – Cognitive Subscale: Test zur Messung der kognitiven Leistungsfähigkeit bei Alzheimer- und MCI-Patienten.
ALA
Alpha-Linolensäure: Pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die teilweise zu EPA/DHA umgewandelt wird. Unterstützt Gehirnfunktion und Zellmembranen.
Antioxidantien
Moleküle, die freie Radikale neutralisieren und so Zellschäden sowie neurodegenerative Prozesse reduzieren.